Pünktlich um 9:05 Uhr fiel am Kanal in Erlangen der Startschuss <!-- @page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } P { margin-bottom: 0.21cm } -->
Pünktlich um 9:05 Uhr fiel am Kanal in Erlangen der Startschuss zu meiner ersten Mitteldistanz mit 2km Schwimmen, 80km Radfahren und 20km Laufen. Bei wechselhaftem Wetter mit zeitweise starkem Regen auf der Radstrecke gelang mir ein 17. Platz (bei ca. 500 Startern) in überraschend guten 3:55:54 Stunden. Außerdem wurden im Rahmen dieses Rennens die bayerischen Meistertitel vergeben, hier reichte es leider nur für den unglücklichen vierten Platz.
Mein Ziel für diesen Tag war, die Distanz zu absolvieren, ohne mich (auch am Ende) durchquälen zu müssen und möglichst unter 1:30 Stunden zu laufen. Dementsprechend gestaltete ich mein Rennen. Als ich die Schwimmstrecke nach unspektakulären 28min absolviert hatte und die steile Böschung am Kanal erklomm, begann nach einer verregneten Woche sogar die Sonne etwas zu scheinen. So wechselte ich guten Mutes aufs Rad und sammelte weiter viele der 5min und 500 Meter vor uns gestarteten Kurzdistanzler ein. Nach 18km (der erste Regenschauer war bereits vorüber) verlor ich, als ich nach einer schnellen Bergabpassage eine gepflasterte Querrinne überfuhr, eine meiner Trinkflaschen. Da ich mich aus Angst vor Magenproblemen mit unbekannten Iso-Drinks nicht auf die Fremdverpflegung des Veranstalters verlassen wollte, war ich gezwungen, anzuhalten und die Flasche wieder aufzusammeln. Dabei verlor ich einige Plätze, die ich nur mühsam wieder gut machen konnte. Während der Ersten der beiden 40km langen Radrunden pedalierte ich flott und gleichmäßig mit etwa einem 38er Schnitt dahin, doch dann schloss eine größere Gruppe von ca. 15 Mann auf mich auf. Von nun an wurde das Rennen unrhythmischer, da ich immer einige Meter hinter der Gruppe fahren wollte, um keinesfalls von dem uns ständig begleitenden Kampfrichter zu einer 4-minütige Pause nach dem Radfahren gezwungen zu werden. Dies gelang mir soweit ganz gut, wenn auch die zweite Runde nicht ganz so schnell war wie die Erste. Nach dem zweiten Wechsel konnte ich bereits zu Beginn des abschließenden, 20km langen Laufparts die meisten Kontrahenten aus „meiner“ Radgruppe abschütteln. Glücklicherweise hatte ich beim Laufen keine Uhr dabei, sonst hätte ich das Rennen wohl nie so schnell begonnen. Doch ich fühlte mich gut und angetrieben von den vielen Zuschauern am Streckenrand arbeitete mich weiter nach vorne. So lief ich über die ersten 14km ein furioses Rennen, machte Platz um Platz gut und wurde kein einziges Mal überholt. Doch dann wurde es immer härter und ich bin auf den letzten 2km fast noch etwas eingegangen, sodass ich 3 oder 4 Athleten wieder davonlaufen lassen musste. Dennoch konnte ich auch am Ende mit der 11. Laufzeit des Tages von 1:19:29 Stunden noch einen Schnitt von knapp unter 4min pro Kilometer aufweisen.
Somit konnte ich mit dem gesamten Rennverlauf mehr als zufrieden sein, v.a. wenn man bedenkt, dass mein Training ganz klar auf die kürzeren Distanzen in der 2. Bundesliga Süd ausgerichtet ist und ich bei der Mitteldistanz am Ende der Saison nur dabei sein wollte um zu finishen und „mal zu schaun was geht“ =).
Jetzt folgt nächsten Samstag für mich noch die Sprintdistanz in Kitzingen, bevor ich nach einer langen und harten Saison die wohlverdiente Regenerationsphase beginne.
Außerdem war in Erlangen vom GEALAN Tri Team noch Gerd Laubmann am Start, der ebenfalls ein super Rennen abgeliefert hat. Gerd konnte seine Zeit vom Vorjahr um fast 5min verbessern und belegte am Ende Platz 13 in der MK 50 mit einer Zeit von 4:45:11 Stunden. Damit konnte er sehr zufrieden sein. Auch ihm ist es gelungen (wahrscheinlich noch besser als mir) das Rennen zu genießen und ohne Tiefpunkte durchzukommen :).