Home IRONMAN Regensburg - Berichte

Bereits gestern habe ich kurz über den Riesen Erfolg unserer Gealan Tri Team
Athleten beim Ironman in Regensburg berichtet. Angeführt von der
Top-Leistung von Stefan Richter mit einer TOP Ten Platzierung in 8:54h kam
Bastian Schatz als Ironman Rookie nach 10:08h ebenfalls erfolgreich und
überglücklich ins Ziel. Sein Durchhaltewillen und Kampfgeist trotz
Verletzung verdient Respekt. Ebenfalls die Leistung von Christian Kießling,
nach nur 2 Kurzdistanzen im letzten Jahr entschloss er sich kurzfristig
dieses Jahr in Regensburg zu starten. Er finishte, ebenfalls als Rookie, in
11:39h. Bei dem absolvierten Training kann Christian auf diese Leistung echt
stolz sein. Nicht ganz so zufrieden mit dem Ergebnis sind Tobias Sebald und
Sebastian Koschel. Beide absolvieren nicht den ersten Ironman und hatten
sich gerade deswegen einiges vorgenommen. Tobias hatte auf der Laufstrecke
mit Magenproblemen zu kämpfen während Sebastian, angefeuert vor heimischen
Publikum, das ganze Pulver schon in der ersten Laufrunde verschoss. Beide
mussten sich die letzten 20 Laufkilometer noch ins Ziel quälen. Dennoch
haben beide gefinisht – Echte Ironmänner halt. Aber lest am besten selbst
die eigenen Kommentare.



Stefan Richter: „Ein geiles Ding – TOP TEN beim IRONMAN Regensburg, was soll
ich da noch sagen? Das ist der absolute Oberhammer!!! Zum Rennverlauf
brauche ich ja nichts zu sagen, der steht auf meiner Website. Jede einzelne
Laufrunde zum Ende des Rennens hin war zwar hart aber ein einziger Genuss.
Die angereisten Fans haben eine solch gute und motivierende Stimmung
gemacht, dass ich schon Minuten vor dem erneuten durchlaufen des Spaliers
mit den Emotionen zu kämpfen hatte. Angekommen auf dem blauen Teppich ist
dann alle Last dieser Saison von mir abgefallen – ab sofort war nur noch
jubeln und feiern angesagt. Das gemeinsame Wochenendein unserer
Ferienwohnung, zusammen mit Meta, Basti, Konrad, Christoph, Rahel, Kerstin
und Stefan werde ich so schnell nicht vergessen. Dankeschön für die
Unterstützung im Namen Aller.“



Bastian Schatz: "Nur für Sekunden im Zielkanal weißt du warum du dir das
antust! Der abschließende Marathon war für mich eine regelrechte
Erleichterung nach den letzten 50km auf dem Rad, die alles andere als
hervorragend liefen. Das mir das Laufen regelrecht Spaß macht, hätte ich mir
davor nie erträumt. Das lag auch an den zahlreichen Hofer Zuschauern auf der
Strecke!"



Christian Kießling: "Für mich war der IRONMAN ein Abenteuer das mit der
Anmeldung begann und beim Überqueren der Ziellinie endete. Denn als ich mich
entschied eine Langdistanz zu finishen hatte ich lediglich 2 Wettkämpfe über
die Olympische Distanz absolviert und noch nicht mal ein eigenes Rad, ich
betrat also absolutes Neuland.

Ich wollte beim ersten Mal einfach nur irgendwie die Ziellinie überqueren,
aber durch das gute Training hoffte ich insgeheim auf eine Zeit unter 12
Stunden. Als mir während des Wettkampfes bewusst wurde, das ich das locker
schaffen würde fiel alle Anspannung ab, die Schmerzen waren nicht mehr zu
spüren und ich genoss die letzen Kilometer des Marathons in vollen Zügen. Es
ist unglaublich wie ein Mensch an einem solchen Tag über sich hinauswachsen
kann!

Ich möchte an dieser Stelle meinen Eltern danken, die mich besonders in den
letzten Tagen sehr unterstützt haben."



Tobias Sebald: „Das Rennen lief eigentlich richtig gut. Die Radzeit wäre
knapp über 5 h gewesen. Doch dann musste ich auf der 2.Runde 4mal (!)
anhalten um meine Lendenwirbel wieder einzurenken und zu dehnen. Zu Beginn
des Laufens war ich eigentlich überhaupt nicht mehr motiviert. Aber die
Zuschauer haben einen ja gepusht! Das war doch sensationell. Im Hochgefühl
bin ich dann Richtung Donaupark gelaufen, nach 5 km hab ich dann voller
Freude meine Frau getroffen. […] Die zweite Runde war dann nur noch eine
Qual - hab mich auch übergeben müssen. Eigentlich hatte ich schon
aufgegeben. Am See hab ich dann 30 Minuten im Schatten gepennt und mich
erholt (ist das was lustiges…?).  Die Luft kam langsam zurück, so dass ich
die letzte Runde wieder zügig in Ziel laufen konnte.“



Sebastian Koschel: „Top vorbeireitet und absolut fit begann der Wettkampf
echt gut für mich: Schwimmen gut (56:18) - Rad ordentlich (05:01:24) - und
beim Lauf leider anfangs so gute Beine, dass ich komplett ohne Hirn
losgelaufen bin und total überzockt habe... Mitte der 3ten Runde war dann
endgültig "game over" ! Bitter und mental schon schwierig für mich von Platz
74 auf Paltz 399 zu "fallen", […]. Die absolut bewegende Atmosphäre, die
Unterstützung meiner Familie, meiner Freunde und die Ironman Premiere in
meiner "2ten Heimat" hat mich einfach beim Lauf durch die Altstadt und den
jeden mir bekannten Winkeln so sehr gepusht, dass ich ohne Disziplin völlig
über meinem Leistungslimit die abschließenden 42,2 km angegangen bin. Die
prompte Quittung folgte dann in einem extrem harten Finish in 10:46 h -
gerechte Strafe muss sein, bei solch einer "hirnlosen"
Undiszipliniertheit.... ;-)))“

 
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